unsere Rebsorten

In unseren Weinen finden sich verschiedenste Trauben, die in sich den jeweiligen Geschmack und die Aromen ausmachen. Es sind sehr bekannte Trauben, aber auch weniger bekannte Trauben darunter. Hier möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die Trauben verschaffen, die in unseren Weinen verarbeitet sind. Wir erklären die typischen Merkmale, die Herkunft und Geschichte sowie weitere interessante Infos zu den Reben.

 

Rotweine:

 

Alicante Bouchet

Eine Rotweinsorte, benannt nach dem Züchter Henri Bouschet im Jahr 1855. Die Züchtung besteht aus den Trauben Grenache und Petit Bouschet. Letztgenannte wurde wiederrum aus den Rebsorten Aramon und Teinturier gekreuzt. Wie der Name es schon ausdrückt, ist dies eine Züchtung von Louis Bouschet, dem Vater von Henri Bouschet. Die Traube selbst ist von mäßiger Qualität. Daher wird sie häufig als Verschnitt eingesetzt, da sie eine schöne rote Farbe liefert. 1865 folgte eine zweite Version des Alicante Bouschet. Beide waren weitgehend identisch. Aber der Wein variierte von Fall zu Fall erheblich. Zum Ende des 19. Jahrhunderts verschwanden beide Varianten fast ganz, bis auf die Alicante Henri Bouschet. Es ist aber bis heute nicht ganz gesichert, um welche Version es sich tatsächlich handelt – die ursprüngliche oder die zweite Variante.
Angebaut wird Alicante Bouchet vorwiegend im Süden Frankreichs und Nordafrika, aber auch in geringen Maße in Italien, Portugal und Kalifornien. In Spanien trifft man sie unter anderem in den D.O.-Gebieten Almansa, Terra Alta, Alicante und Bierzo  mit dem Namen Gernacha Tintorera an. Allerdings sollte sie nicht mit der Sorte Bouchet, die ein Synonym für Cabernet Franc ist, verwechselt werden.
Heute werden zwei sehr eng miteinander verwandte Reben-Versionen angebaut. Sie unterscheiden sich dadurch, dass die eine sehr behaarte Blätter und die andere ein farbloses Fleisch hat. Ansonsten sieht man ein sehr rotfarbenes Fleisch in der Alicante Bouschet.
In trockenem Klima liefert die Traube moderate und qualitativ gute Erträge. 
Diese Rebe liefert tieffarbene Rotweine, mit einem Geschmack von dunklen Kirschen, Brombeeren, reifen Pflaumen und Heidelbeeren. Dazu ein Aroma getrockneter Gewürze. In der Regel sind es samtig, runde Weine. Die Weine haben einen Reifepotential von 2-7 Jahren.

Weine aus unserem Sortiment, in der diese Sort vorkommt:
Quinta do Paral Reserva Tinto 2017

 

Barbera



Barbera ist eine sehr hochwertige Rebsorte aus dem Piemont. Sie wurde schon im 13. Jahrhundert im Monferrato angebaut. Heute ist sie in ganz Italien verbreitet. Der Name leitet sich vermutlich von „Berberis“ ab. Ein alkoholisches Getränk aus Berberitzen-Beeren mit ähnlichem, säuerlichen Geschmack.
Der typische Charakter ist der hohe Säuregehalt, der auch als spätreifende Sorte bei Vollreife beibehält. Sie neigt zu hohen Erträgen, die allerdings für eine gute Qualität reduziert werden müssen. Andernfalls wird der Wein säuerlich, dünn und grün.
Bis vor 30 Jahren wurde Barbera als Haustrank der Winzer bezeichnet. Es waren eher schlichte, herbe Weine. Dies war so bis 1982, als Giacomo Bologna erstmals seinen Bricco dell’Ucellone“ präsentierte. Es war ein komplexer , exzellent strukturierter Barbera aus kleinen Erträgen, in kleinen Eichenfässern ausgebaut. Noch heute ist er ein wahrer Star unter dieser Sorte. Der Barbera hat sich in den letzten 30 Jahren massiv verbessert. So findet man heute einige sehr guter Weine dieser Rebsorte.
Der Geschmack des tieffarbenen Rotweins ist nach Kirschen, Brombeeren, roten Johannisbeeren und frischen Kräutern. Insgesamt ist es ein säurebetonter, mittelgewichtiger sowie gerbstoffarmer Wein.
Das Terroir ist Kalkgestein, Kiesel und Schotter.
Das Reifepotential liegt bei 2 bis 6 Jahren.

Weine, in der in unserem Sortiment diese Sorte vorkommt:
Marchesi di Barolo Barbera d’Alba Ruvei 2016
 

Cabernet Franc



Wohl eine der ältesten bekannten Rebsorten. Sie gehört zu den wichtigsten im Bordeaux, obwohl er häufig im Schatten des Merlot und Cabernet Sauvignon steht.
Der Ursprung der Sorte liegt im Baskenland. Von dort aus kam er an die Loire und ins Bordelais. Unter dem Namen Breton wurde er im Jahr 1534 erstmals erwähnt. Aber es gibt auch die Vermutung, dass er schon im 11. Jahrhundert an der Loire einzug gehalten hätte.
Dort steht er heute noch und ergibt fruchtig-frische, leicht mineralische sowie säurebetonte Rotweine mit wenig Tannin. Einen großen Anteil gibt der Cabernet Franc zur Farbgeben, Komplexität und Struktur der großen Bordeaux-Weine gemeinsam mit dem Merlot und Cabernet Sauvignon.
Die Sorte ist frühaustreibend und reift auch früher, im Vergleich zum Cabernet Sauvignon. Daher kommt er auch häufiger zur Vollreife.
Er liebt Sandböden und lehmigen Kalköden. Der Cabernet Franc neigt zum Verrieseln.
Neben der Region Bordeaux spielt die Rebsorte noch in den Regionen Madiran, Cahors und Fronton eine größere Rolle. Im Nordosten Italiens komen auch noch größere Flächen der Sorte vor. Hier wird er meist im Cuvée mit Merlot ausgebaut. Ferner existieren noch kleinere Flächen in Mittel- und Osteuropa sowie in Spanien. Wenige hundert Hektar finden sich noch jeweils in Austrailien, Kanada, Neuseeland, Brasilien und Uruguay. Etwas mehr Fläche kommt noch in Kalifornien vor.
Typisch für die Weine ist eine mittlere Farbtiefe mit Aromen von roten Johannisbeeren, Kirschen, weißem Pfeffer, getrockneten Kräutern und Paprika. Sie sind mineralisch komplex, dazu säure- und tanninbetont.
Das Terroir ist kalkhaltiger Lehmboden und Sand.
Das Reifepotential liegt bei 2 bis 25 Jahre.

Unsere Weine, in der Cabernet Franc vorkommt:
La Louvière - La Séductrice - AOP Malepère 2017
 

Cabernet Sauvignon



Es gibt kaum eine Rebsorte, die so in den Weinbauregionen der Welt vertreten ist. Beheimatet ist sie im französischen Bordelais. Heute liegt die mit Cabernet Sauvignon angebaute Fläche weltweit bei 288.781 Hektar. Damit ist sie die Nummer eins. Den Charakter behält die Rebsorte auch außerhalb der Heimat und in Übersee. Die Intensität wird allerdings durch die verschiedenen Böden und Klima sowie der Vinifizierung beeinflußt.
Mitte des 18. Jahrhunderts fand diese Rebsorte im Bordeaux durch die Kreuzung von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc ihren Ursprung. Anerkannt wurde sie zwischen 1763 und 1777 in Libourne. Die Reben funktionieren auf vielen verschiedenen Böden, aber am liebsten auf Kieselböden.
Schwierig wird es bei der Reife. Bei der Lese in kühleren Regionen vor der Vollreife entwickelt der Wein grünlich grasige, an Pfeffer und grüne Paprika erinnernde Aromen und einen entsprechenden Geschmack. In warmen Regionen wirkt der für gewöhnlich tanninreiche sowie säurehaltige Wein eher geschmeidig und samtig.
Er lässt sich verschiedenst ausbauen. Ob in Stahltanks, große alte Holzfässer bis zu neuen kleinen Eichenfässern.
Anfällig ist er gegen Pilzkrankheiten und Falschen Mehltau. Auch das Holz kann absterben.
Winterfröste kann die Rebe sehr gut ab.
Aus den Reben entstehen schlichte Weine, gehobene Qualitäten bis zu sehr anspruchsvollen Premiumweinen.
Der Cabernet Sauvignon ist tiefdunkel im Glas, komplex und intensiv nach roten Johannisbeeren, Cassis, dunkle Waldbeeren, Kräuter, getrocknete Gewürze, Pfeffer und Paprika.
Das Terrior besteht aus Kieselböden und Schotterböden.
Das Reifepotential liegt bei 2-25 Jahren.

Weine, in der diese Traube vorkommt, die wir im Sortiment haben:
Quinta do Paral Colheita Selecionada Tinto 2017
Tenuta TreRose Salterio Rosso di Montepulciano 2018

Grenache



Grenache ist die vierthäufigst angebaute Rebosrte weltweit mit ca. 240.000 Hektar Fläche.
In Spanien bekannt unter dem Namen Garnache, in Frankreich als Grenache noire, in Katalonien Garnatxa und auf Sardinien als Cannonau.
Anbaugebiete befinden sich neben Spanien in Italien in der Toskana, unter dem Namen Alicante, Sizilien, Kalabrien und auf Ischia. Dazu wird er noch in Argentinien, Kalifornien und Australien angebaut.
Den Ursprung hat die Rebsorte auf der Insel Sardinien, wie heute bekannt ist, und nicht in Spanien. Die Herkunft des dortigen Namens Cannonau ist noch umstritten. Er könnte vom katalanischen Städtchen Garnaxa oder auch vom italienischen Garnaxa abstammen.
Diese Rebsorte liebt warme Regionen. Daher findet er sich vor allem in mediterranen Gebieten. Vorteil ist hier auch, dass der frühe Austrieb dort nicht von Frühjahrsfrosten getroffen wird. Allerdings ist er für viele Erkrankungen anfällig, so gegen Fäulnis, Verrieseln, Bakterienerkrankungen, Echten Mehltau und noch einige andere. Resistent ist sie dafür gegen Erkrankungen des Holzes. Aus dem Grund gibt es sehr viele sehr alte Rebstöcke in Europa.
Für den sortenreinen Ausbau eignet sich der Grenache sehr gut, aber auch für den Verschnitt. Als sortenrein in teilen Spaniens und Australiens und als Verschnitt im Rioja in Südfrankreich.
Aus dem Grenache werden ebenso Roséweine hergestellt.
Die größten Flächen befinden sich in Spanien, an der südfranzösischen Mittelmeerküste und auf Sardinien. In anderen Anliegerstaaten des Mittelmeers finden sich dazu noch kleinere Flächen.
Die Grenache-Weine sind ausgeprägt fruchtig-würzig nach Pflaume, Brombeere, frischen Kräutern, Gewürzen, getrockneten Früchten wie Feigen oder Datteln. Er ist körperreich und samt.
Das Terroir besteht aus Sand, Löss, Schiefer, Granit und Gneis. Das Reifepotential liegt bei 2-8 Jahre.

In unserem Sortiment finden Sie Weine mit Grenache:
Dom Venitia - AOC Cru Beaumes de Venise Rouge, 2018
Les Hauts de Castellas - Vieilles Vignes, AOC Vacqueyras Rouge, 2018
Rhonéa Fontimple Bio AOC Vacqueyras Blanc, 2018
Rhonéa - Le Pas de Montmirail AOC Gigondas Rouge, 2018
 

Malbec


Der eigentliche Name dieser Traube ist Côt. Côt ist eine alte, französische Rebsorte, die in 30 Départements in der Region Cahors angebaut wurde. Im Jahr 1761 wurde sie erstmals unter dem Namen Noir de Pessac erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurde die Traube Malbec im Bordeaux eingeführt. Grund hierfür war die tiefdunkle Farbe. Hiermit wurden die Bordeaux-Weine intensiviert, da sie zu hellfarben waren. Heute wird die Malbec-Rebe im Bordeaux-Wein kaum noch eingesetzt. Allerdings stammt der Name Malbec aus dieser Region.
Die Rebsorte ist frostempfindlich und wird von Kleinzidaden befallen. Sie neigt dazu, kurz vor der Reife die Trauben zu verlieren. Die Region Cahors hat heute noch mit 4500 Hektar die größte Anbaufläche. Er steht für tanninbetonte, tiefrote Weine. Mit etwas weniger mineralischem Schliff im Vergleich zum Bordeaux findet sich die Rebsorte noch in Südfrankreichs Regionen Fronton, Bergerac, Côte du Marmandais, Côte de Duras und Buzet. Sie wird dort stets als ein Bestandteil von Cuvées ausgebaut. In Argentinien ist Malbec eine sehr bedeutende Rebsorte. Im Export ist sie das argentinische Aushängeschild.
Die tiefroten Weine des Malbec haben Aromen von dunklen Waldbeeren, Kirschen, getrockneten Kräutern und Gewürzen, Bleistift und sind tanninbetont.
Die Terroir sind aus Kies, Schotter und Muränenschutt. Die Reifepotential liegt bei 3-10 Jahre.

Die Sorte Malbec finden Sie in unserem Sortiment in folgenden Weinen:
Quinta do Paral Reserva Tinto 2017
La Louvière - La Séductrice - AOP Malepère 2017

 

Marselan

Hierbei handelt sich um eine noch recht junge Rotweinsorte. Sie ist seit 1961 eine Neuzüchtung aus den Sorten Cabernet Sauvignon und Grenache Noir. Benannt ist sie nach dem Ortsnamen Marseillan, in dem diese Rebsorte erstmals angebaut wurde.
Ziel dieser Züchtung war es, eine Rebe zu schaffen, die die Finesse eines Cabernet Sauvignon hat kombiniert mit der Hitzeresistenz eines Grenache. Der Ertrag der Sorte ist gering, da die Trauben sehr klein sind. Für viele war damit das Ziel dieser Züchtung nicht gelungen, was daher zu wenig Aufmerksamkeit führte. 
Als man später feststellte, dass diese Sorte sehr robust gegen eine Reihe von Rebkrankheiten ist, bekam sie wieder mehr Aufmerksamkeit bei den Winzern. So gab es erst 2002 den ersten sortenreinen Marselan-Wein. Dieser kam von der Domaine Devereux in der Nähe von Carcassonne im Süden von Frankreich. Es werden aus dieser Traube sehr fruchtige und ausgewogene Rotweine mit weichen Tanninen und Alterungspotential gewonnen. 

Diese Sorte finden Sie bei uns in folgenden Weinen:
Quinta do Paral Reserva Tinto 2017

 

Merlot



Der Merlot oder Merlot Noir stammt aus Frankreich, der Region Bordeaux. Die Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon gewinnen fulminant an Fläche. Der Merlot ist nach dem Cabernet Sauvignon und vor dem Airén die am zweitmeisten angebaute Rebsorte nach Fläche. Die Gesamtfläche beträgt ca. 267.215 Hektar.
Erstmals wurde der Merlot im Jahr 1783/84 erwähnt. Seine Namensgebung stammt von La Merle, der Amsel, die sich mit Genuss an den reifen Trauben vergreift.
Was bekannt ist, dass mit einer großen Wahrscheinlichkeit der Merlot vom Cabernet Franc abstammt. Weitere Rebsorten, von die er abstammt, sind bisher noch nicht einwandfrei ermittelt worden.
Der Merlot ist in ganz vielen Weinregionen der Welt vertreten. Da er sehr frostempfindlich ist, wird er in eher warmen Regionen angebaut. Dadurch, dass er früher ausreift und keine Probleme mit dem nassen Herbst hat, kann er auch in kühleren Regionen reifen.
Anfällig ist der Merlot gegen Fäulnis, Echten Mehltau und Kleinzikaden. Grund hierfür ist seine dünne Schale. Da er sehr wuchsstark ist erzielt er hohe Erträge. Für Spitzenqualitäten muss er reguliert und restriktiv begrenzt werden. Seine Heimat ist der Bordeaux. Hier ist er sehr an den großen Weinen von Pomerol und Saint-Émilion beteiligt.
Aus der Merlot-Traube werden heute von ganz schlichten, fruchtig samtigen Weine bis hin zu extrem hochwertige, ausgefallene und rare Kultweine gewonnen. Besonders zu erwähnen sind hier die in Eichenfässern ausgebaute Weine.
Ein Merlot ist typisch für Aromen von roter Johannisbeeren, Blaubeeren, Pflaumen, Brombeeren und Kräutern. Er ist samtig und mittelgewichtig. Die typischen Terroir sind aus Lehm, Ton und Kalkgestein. Das Reifepotential liegt bei 2 bis 30 Jahre.

Weine mit der Traube Merlot finden Sie bei uns in folgenden:
Intimo - I.G.T. Colline Pescaresi - Demeter
Tenuta TreRose Salterio Rosso di Montepulciano 2018
La Louvière - La Séductrice - AOP Malepère 2017

 

Montepulciano

Die Rebsorte Montepulciano ist in Mittelitalien verbreitet, hier vor allem in den Abruzzen als Montepulciano D’Abruzzo.
Bei dieser Rebsorte gibt es häufig die Verwechselung mit dem Vino Nobile di Montepulciano. Sie kommt daher, dass dieser Wein nach der toskanischen Stadt Montepulciano benannt ist. In diesem Wein wird allerdings hauptsächlich die Rebsorte Sangiovese verarbeitet. In der Region um die Stadt Montepulciano, in der Provinz Siena, wird die Rebsorte Montepucliano nicht angebaut.
Früher stand die Rebsorte Montepulciano in den Abruzzen für mehr oder weniger belanglose, schlichte Weine. Sie wurden in der Regel vor Ort getrunken. Durch die stetige Verbesserung der Weinqualitäten in Italien, die noch heute andauert, hat auch diese Rebsorte profitiert. Heute finden sich in den Abruzzen sehr gute Rotweine mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Der Montepulciano reift spät nach langer Reifeperiode aus, ist wuchsstark und neigt zu guten Erträgen, die für Qualitätsweine begrenzt und kontrolliert werden müssen. Die Rebsorte ist widerstandsfähig gegen Fäulnis und Echten Mehltau.
In Italien liegt der Ertrag bei ca. 30000 Hektar, verteilt auf die Abruzzen, Toskana, Umbrien sowie die Marken des inzwischen sehr bekannten Rosso Conero. Wenige Hektar fndet man noch in Kalifornien.
Aus der Montepulciano-Traube entstehen Weine mit Aromen von Kirsche, Brombeeren, zartwürzig und samtig. Das Reifepotential liegt bei 2-5 Jahren. 

Montepulciano sind in folgenden Weinen aus unserem Sortiment zu finden:
Intimo - I.G.T. Colline Pescaresi - Demeter
Rosarubra Shamàn Montepulciano D'Abruzzo DOC Riserva 2013 Demeter
Rosarubra - Montepulciano D'Abruzzo DOC
Turan Montepulciano d’Abruzzo DOCG 2011- Torri Cantine
Bakán Montepulciano d’Abruzzo DOCG 2013 - Torri Cantine
Bakàn Montepulciano d’Abruzzo DOC Riserva 2013 - Torri Cantine
Bakàn Cerasuolo d’Abruzzo DOC Riserva 2016 - Torri Cantine



 

Nebbiolo



Nebbiolo, wohl eine der feinsten und interessantesten Rotweinsorten der Welt. Hauptsächlich ist diese Rebsorte auf den Piemont beschränkt. Die Sorte liefert tanninreiche, ausdrucksstarke Weine, die lange reifen müssen. Der Nebbiolo ist die Sorte, deren Weine überhaupt am langsamsten reifen. Damit aber auch zu den Weinen, die ihre Qualität am längsten behalten.
In etwa drei Viertel der italienischen Gesamtfläche von gut 4.900 Hektar des Nebbiolo stehen im Piemont. Hier kommen auch die bedeutensten Weine dieser Sorte her, aus der Subregion Barolo und Barbaresco.
Der Name des Nebbiolo ist abgeleitet von dem italienischen Wort “nebbia” (=Nebel). Er kommt daher, dass sich zum Endstadium der Reife auf der Beere ein milchiger Schleier legt. Dies sieht so aus, als ob die Traube von einem feinen Nebel umgeben währe. 
Auf Grund des frühen Austreibens ist die Sorte anfällig gegen Frühjahrsfrösten. Dazu reift sie sehr spät. Dies kann bei einem feuchten und kalten Herbst zu Problemen führen.
Die Rebe stellt hohe Ansprüche an das Terroir.
Den Charakter teilt sich der Nebbiolo mit dem ebenso geschätzten Pinot Noir. Sie sind beide sehr hell in der Farbe.
Die besten Nebiollo-Weine sind wohl der körperreiche Barolo, die dazu voller Finesse und Komplexität sind.
Werden die Nebbiolo-Weine etwas moderner mit Barriquereife erzeugt, können sie zumeist etwas früher getrunken warden.
Was aber auf jeden Fall ist, dass die guten Weine des Nebbiolo wohl zu den besten Rotweinen der Welt zählen.
Sie sind intensive, komplex nach Sauerkirsche, Brombeeren, Trüffel und Teer. Dazu sind sie körperreich und tanninreich.
Das Terroir ist kalkhaltiger Mergel.
Das Reifepotential liegt bei 5 bis 20 Jahre.
Weine dieser Traube:
Marchesi di Barolo Barbera d’Alba Ruvei 2016
 

Petit Syrah 



Der Petit Syrah ist bekannter unter dem Namen Durif. Petit Syrah (Sirah) ist nur ein Synonym für diesen Namen.
Die Traube stammt aus Frankreich. Im Jahr 1880 seletkionierte und vermehrte der Landarzt Francois Durif vermeintliche Sämlinge der Sorte Peloursin, die, wie er meinte, sehr widerstandfähig gegen den Falschen Mehltau war. Dieser daraus entstandenen Variante gab er seinen Namen. Genanalysen ergaben im jahr 1999 jedoch, dass die Sorte Durif eine spontane Kreuzung aus Peloursin und Syrah ist.
Die wuchskräftige und ertragsstarke Rebsorte steht für dunkelrote, kräftige Rotweine. Im Jahr 1958 waren in Frankreich ca. 530 Hektar bestockt. Heute findet sie sich nur noch in geringen Mengen in der Provence, wo sie in der Appellation Palette zugelassen ist.
Weitere DANN-Analysen ergaben im Jahr 2003, dass die in Kalifornien mit dem Namen Petite Sirah benannte Rebsorte identisch ist. Im Jahr 1884 hatte Charles Melver die Rebsorte Durif gemeinsam mit weiteren Setzlingen nach Kalifornien importiert. Von dort exportierte man die Rebsorte ein die Weinbauländer Chile, Brasilien, Australien und Südafrika.
Der weltweite Bestand dürfte bei ca. 3000 Hektar liegen.
Diese Rebsorte ist entgegen ursprünglichen Vermutungen doch anfällig für Sauerfäule, Schwarzfäule und Sonnenbrand. Resistent ist sie gegen Pilzerkrankungen.
Die Weine sind tieffarben nach dunklen Waldbeeren, Blaubeeren, reife Pflaumen, firscher Paprika und Pfeffer. Sie sind körper- und extraktreich.
Das Reifepotential liegt bei 3 bis 10 Jahren.

Wein mit dieser Sorte bei uns im Sortiment:
Quinta do Paral Tinto 2017


 

Petit Verdot



Petit Verdot heißt auf deutsch „kleiner Grünling“. Der Ursprung dieser französischen Rebsorte liegt im Bordeaux, am linken Ufer der Gironde. Heute spielt dort die Sorte nur noch eine kleine Rolle. 1736 wird sie dort erstmals namentlich erwähnt. Zunächst wurde eine Verwandtschaft zum Merlot und Cabernet Sauvignon vermutet. Heute wird sie dem Gros Verdot und dem Ardonnet aus den Pyrenäen zugeordnet. In der Vergangenheit wurde der Petit Verdot gemeinsam mit anderen Rebsorten des Bordelaise gehalten. Heute sind sie den anspruchsvollen Châteaux mit den jeweils besten Rebsorten zugeordnet. Die Reben haben einen frühen Austrieb und eine lange Reifeperiode. Resistent ist sie gegen viele Fäulniserkrankungen, ist gut im Wuchs und bringt gute Erträge. Sind sie zu hoch, bringen sie eher dünnere und herb-gründlichen Wein hervor. Bis auf dem Bordeaux ist der Petit Verdot von wenig Interesse in Europa. Er ist dort bei bis zu drei Prozent der Cuvée beteiligt. In der Neuen Welt findet er zunehmendes Interesse.Fast 2.000 Hektar stehen in Kalifornien, ca. 1.400 Hektar in Australien und gut 500 Hektar in Argentinien wie auch in Südafrika.
Im klassischen Bordeaux-Cuvée findet er sich sehr häufig. Inzwischen gibt es aber auch einige reinsortige Petit Verdot Weine.
Der typische Geschmack ist nach roten und schwarzen Johannisbeeren, Kirschen, Kräuter und Bitterschokolade. 
Das Terroir ist in der Regel aus Schotter und Kiesel. 
 

Sangiovese



Die Rebsorte Sangiovese stammt aus Italien. Dort gehört sie zu den wichtigsten Trauben und ist Grundlage für sehr bekannte Weine wie Brunello di Montalcino, Morellino di Scansano, Chianti, Chianti Classico sowie dem Vino Nobile di Montepulciano.
Schon die Römer haben dieser Traube einen Namen gegeben. “Sangue Jovis”, das Blut des Juptiters sollen sie ihn genannt haben. Die Rebsorte ist der Toskana zugeordnet. Sie dürfte zu den ältesten europäischen Rebsorten gehören. Seine Herkunft ist aber anders als vermutet, nicht die Toskana. Neuste Untersuchungen sagen aus, dass sie eine natürliche Kreuzung der toskanischen Sorte Ciliegiolo mit dem Calabresedi Montenuovo ist. Calabresedi Montenuovo existierte nur in der Nähe von Neapel. Daher könnte dort der Ursprung des Sangiovese liegen.
Letztendlich ist seine tatsächliche Herkunft bis heute nicht ganz geklärt.
Die Sorte ist langsam und spätreifend. In Mittelitalien ist sie weitverbreitet, hier besonders in der Toskana.
Meist wird die Rebsorte als Verschnitt mit kleinen Anteilen anderer Sorten ausgebaut, da sie reich an Tannin ist und dazu ein markantes Säuregerüst hat.
Im tiefergelegenen Brunello werden reinsortige Sangiovese-Klone erzeugt, die voluminöse Weine hervorbringen.
Sangiovese bringt gute Erträge. Für hochwertige Weine ist eine Ertragsbeschränkung die Voraussetzung.
Mit seinen dünnen Schalen ist die Sorte anfällig für Fäulnis.
Typisch für die Sangiovese-Weine ist die Rubinfarbe mit Noten von Sauerkirsche, Kirsche, Brombeere, Marzipan, getrocknete Gewürze, Kräuter. Sie sind rauchig und mittelgewichtig bis körperreich.
Das Terroir ist Kalkgestein und Kalkmergel.
Das Reifepotential liegt bei 3 bis 15 Jahren.
Unsere Weine, in der die Traube Sangiovese vorkommt:
Tenuta TreRose Istrione Rosso Toscana 2016
Tenuta TreRose Salterio Rosso di Montepulciano 2018
Tenuta TreRose Santa Caterina Vino Nobile di Montepulciano 2016
 

Syrah



Syrah ist eine Rotwentraube, die ursprünglich aus dem französischen Rhônetal stammt. Sie ist auch unter dem Namen Shiraz oder Balsamia bekannt.
Diese Traube ist durch eine natürliche Kreuzung der Sorten Dureza und Mondeuse Blanche entstanden. Sie hat auch eine verwandtschaftliche Beziehung zum Pino Noir.
Der Syrah dürfte die Rebsorte sein, die weltweit am rasantesten wächst. Dies, obwohl der Syrah immer als ein ganz besonders hochwertiger Rotwein galt. Nachdem kurzzeitig, auf Grund der großen Nachfrage nach Bordeaux-Weinen, diese Rebsorte etwas von der Bildfläche verschwand, ist er heute wieder sehr gefragt.
Die Krönung der Traube findet sich in den großen Weinen der Côte-Ròtie, des steilen Hermitage-Weinbergs an der nördlichen Rhône. Hier wurde die Rebe erstmals im Jahr 1781 als Sira erwähnt.
Die Rebsorte bevorzugt ein heißes und eher trockenes Klima in besten Lagen. Auf Grund des starken Wachstums soll die Syrah-Sorte nicht auf zu fruchtbaren Böden angebaut werden. Mittelschwere Böden mit genügend Feuchtigkeit bevorzugt der Syrah. Er sollte windgeschützt angebaut werden, da er sehr windempfindlich ist. Dazu neigt er zu Krankheitsanfälligkeiten wie Schwarz- und Sauerfäule, die die Blätter und später den ganzen Rebstock abssterben lassen, sowie Chlorose.
Die Auferstehung des Syrah fing Mitte der Neunzigerjahre an. Eine wissentschaftliche Untersuchung von Syrah-Weinen ergab, dass er durch den hohen Gehalt an Resveratrol eine vorbeugende Wirkung gegen Herzgefäßerkrankungen hat.
Der Syrah wird heute im Gebiet der nördlichen Rhône meist als sortenreine Weine produziert und sind sehr berühmt. Dazu spielt er eine ganz besondere Rolle beim Châteauneuf-du-Pape sowie des Languedoc-Roussillon.
Außerhalb Frankreichs verbreitet sich der Syrah auch immer mehr. In Australien ist er mittlerweile unter dem Namen Shiraz ein bekannter Markenzeichen. Hier stehen über 40.000 Hektar Syrah-Reben. Hier werden günstige Markenweine genauso wie berühmte Kultweine produziert.
Ein Syrah hat Noten von roter Johannisbeeren/Ribiseln, Kirschen, Waldbeeren, Kirschlikör, Pfeffer, schwarze Oliven, Paprika und ist zudem körperreich wie auch tanninbetont komplex.
Das Terroir besteht aus Granit, Gneis und Schiefer.
Die Weine haben ein Reifepotential von 2-30 Jahre.

Weine auf unserer Seite mit dieser Traube:
Dom Venitia - AOC Cru Beaumes de Venise Rouge, 2018
Les Hauts de Castellas - Vieilles Vignes, AOC Vacqueyras Rouge, 2018
Rhonéa - Le Pas de Montmirail AOC Gigondas Rouge, 2018
Quinta do Paral Colheita Selecionada Tinto 2017
Tenuta TreRose Istrione Rosso Toscana 2016

 

Tinta Grossa / Tinta Barocca



Tinta Grossa ist eine protugiesische Rebsorte. Hier handelt es sich um eine der sechs wichtigsten Rotweinsorten für die Herstellung des Portweins. Für die Produktion hochwertiger Portweine ist sie sogar sehr wichtig. Sie wird im portugieischen Dourotal seit Jahrhunderten angebaut. Bis hinein ins 19. Jahrhundert trug sie noch den Namen Tinta Grossa. Man vermutet, dass diese Sorte in engem Zusammenhang mit der ebenfalls im Portwein verwendeten Sorte Touriga Franca steht. Die Rebsorte bringt gute Erträge und ist anfällig für Hitzeschäden und Blattwelke, sowie für Echten und Falschen Mehltau.
In Südafrika ist diese Sorte mit ca. 300 Hektar vertreten und wird dort als Stillwein sehr geschätzt. Die frühreife Sorte eignet sich für trockene Gebiete, wie die Hanglagen des Douro. In Portugal wird er auf ca. 7.200 Hektar kultiviert. Zugelassen ist sie dazu noch auf Madeira, im Ribatejo und in der Region Oeste.
Neben Südafrika mit ca. 491 Hektar Fläche kommen noch Kleinstbestände in der Schweiz vor.
Es entstehen dunkle, farbkräftige Weine. Sie sind fruchtig nach Kirsche, Brombeere, Brombeerkonfitüre und dabei samtig, körperreich und kraftvoll.
Das Terroir ist aus Granit, Gneis und Schiefer. Das Reifepotential liegt bei 2-8 Jahren.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:


 

Touriga Franca


Hierbei handelt es sich um eine autochthone portugiesische Rotweinsorte. Sie ist häufig auch unter dem früheren Namen Touriga Francesca bekannt, darf so aber nicht mehr offiziell genannt werden. Frankreich hatte 2002 erfolgreich Portugal auf Unterlassung verklagt. 
Sie ist eine natürliche Kreuzung aus den Sorten Marufo und Touriga Nacional. Eine Verwandtschaft zu Tinta Barocca wird vermutet.
In der Region Trás-os-Montes und Beira Litoral wird der Anbau empfohlen. Zugelassen ist sie auch in Douro, Minho, Ribatejo, Oeste und Madeira. Sie wird auch für die Produktion von Portweinen eingesetzt. In Porugal sind ca. 7.440 Hektar Rebfläche ausgebaut, weltweit sind es ca. 11.590 Hektar.
Touriga Franca ist sehr resistent gegen Rebkrankheiten und daher auch leicht im Anbau. Nur die kompakten Trauben sind anfällig für Sauerfäule.
Es entstehen aus dem Touriga Franca sehr tieffarbene Rotweine, die fruchtig würzig nach roten Beeren, Brombeeren , Johannisbeeren, dunkle Waldbeeren, Veilchen, Kräuter und Blütenblätter. Sie sind weich sowie tanninbetont und vollmundig.
Das Reifepotential liegt bei 2-10 Jahre.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Quinta do Paral Tinto 2017
 

Touriga Nacional


Sie gehörte zu den bedeutensten Rotweinsorten in Portugal. Sie darf nicht mit den anderen Touriga-Sorten verwechselt werden.
Diese Rebsorte spielt allerdings nur im Norden Portugals eine große Rolle. Am Dao und am Douro bringt sie sehr hochwertige und komplexe Stillweine hervor. Aber noch wichtiger ist sie für die Herstellung sehr hochwertiger Portweine.
Hier in Dao wird sie 1822 erstmals erwähnt.
Sie darf nicht mit den anderen Touriga-Sorten verwechselt werden.
Es gibt verwandtschaftliche Beziehungen zu den Trauben Rufita, Touriga Franca und Touriga Femea.
Touriga Nacional ist eine sehr ertragsschwache Rebsorte. Sie ist anfällig für Echten Mehltau und Botrytis, jedoch widerstandsfähig gegen Hitze und Dürre. Sie erbringt farbdunkle, tannin-, säure- und extraktreiche Rotweine mit signifikanten, intensiven Aromen nach Bergamotte, Zistrosen, Rosmarin und Veilchen, sowie Lagerungspotential.
Bis zur Reblauskatastrophe im 19. Jahrhundert war sie zu 95% in Dao vorherrschend. Bis Ende der 1980er Jahre ist der Bestand aufgrund der Ertragsschwäche auf ca. 5% geschrumpft.
Heute ist man bemüht den Ertrag zu steigern. Bis 2010 betrug die Anbaufläche in Portugal wieder 10.175 Hektar. Die Tendenz ist stark ansteigend. 10 Jahre zuvor betrug die Fläche nur 4.263 Hektar.
Das Terroir besteht aus Granit, Gneis und Schiefer. Die Weine haben eine mittellange Reifeperiode. Das Reifepotential bis zum trinken liegt bei 3-10 Jahre.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Quinta do Paral Reserva Tinto 2017
Quinta do Paral Colheita Selecionada Tinto 2017
Quinta do Paral Tinto 2017

 

Weißweine


Antao Vaz



Antao Vaz, auch Antonio Vaz, ist eine portugiesische Rebsorte, die vermutlich aus einer natürlichen Kreuzung der Sorten Cayetana und Joao Domingos entstand. Es handelt sich hier um eine autochthone, sehr alte Rebsorte. Ihr Ursprung wird in Alentejo vermutet, wo sie noch heute kultiviert wird. Daneben kommt sie noch in den portugiesischen Regionen Peninsula de Setúbal und Estremadura vor. Insgesamt sind in Portugal etwas mehr als 1.500 Hektar mit dieser Sorte bestockt.
Die mittelreifende Sorte ist gut widerstandfähig vor allem gegen Dürre und Rebstockkrankheiten. Auf Grund der hohen Qualität der Traube ist sie auch zur Herstellung von weißen Portwein zugelassen. In der Regel wird Antao Vaz als Verschnitt mit regionalen Sorten verwendet.
Je nach Zeitpunkt der Weinlese ergeben sich sehr unterschiedliche Weine. Bei früher Lese sind die Weine von enormer Frische, leicht und säurebetont mit Aromen von Zitrusfrüchten.
Bei später Lese bekommt man sehr komplexe und körperreiche Weine, die auch zum Ausbau in Holzfässern geeignet sind. Die Weine haben einen ausgewogenes Alkohol-Säureverhältnis. Bei späterer Lese ist der Alkoholgehalt etwas höher. 
Die Weine können jung getrunken werden, haben aber auch noch ein gutes Reifepotential in der Flasche.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Quinta do Paral Vinhas Velhas Branco 2017
Quinta do Paral Branco 2017


 

Arinto



Arinto ist eine portugiesische Rebsorte. Sie wird auch Arinto de Bucelas genannt und zählt zu den ältesten Rebsorten Portugals. Vermutlich liegt ihr Ursprung in der Region Bucelas nördlich von Lissabon, was sich aus dem Namen schließen lässt. Die erste Erwähnung war im Jahr 1712.
Die Rebsorte ist in Portugal weit verbreitet, da sie sich verschiedenen klimatischen Bedingungen anpassen kann. Sie findet sich vor allem in den Regionen Vinho Verde und Bairrada. Als Mutation findet sie sich auch noch in Arinto Roxo.
Die Sorte ist spätaustreibend. Arinto ist verwandt mit der alteingesessenen portugiesischen Rebsorte Trajadura.
Die Erträge sind gut mit kleinen und kompakten Beeren. Grashüpfer lieben die Blätter, was zur Folge hat, dass diese häufig beschädigt sind. Gelegentlich ist Arinto anfällig für Sauerfäule.
Unter warmen Bedingungen kann die Sorte seine Säure gut konservieren. Dies macht die Weine meist zitrusfrisch und lebhaft. In den Weinen kommt sie reinsortig und als Verschnitt vor, etwa dem Trajadura und dem Loureiro.
Die Sorte Arinto kommt ausschließlich in Portugal vor.
Typisch für die Weine ist die helle Farbe mit Aromen von Zitrus, Grapefruit und frischem Apfel. Sie sind lebhaft frisch und mittelgewichtig.
Das Terroir ist Granit, Schiefer und Sand.
Das Reifepotential liegt bei ein bis drei Jahre.

Weine in unserem Sortiment, in der die Rebsorte Arinto vorkommen sind:
Quinta do Paral Colheita Seleccionado Branco 2017

 

Chardonnay 



Chardonnay ist weltweit bekannt und verbreitet. In kaum einem Land wird diese Rebsorte nicht angebaut. Dies hat seinen Grund. Es ist eine auf verschiedene Standorte sich sehr gut anpassende Rebsorte. Dazu steht sie für eine Stilvielfalt wie kaum eine andere Sorte. Sie reicht vom leichten, frischen und fruchtigen bis hin zum holzgeprägten, lagerfähigen Wein. 
Die erstmalige Erwähnung war 1685 bis 1690 in Frankreich. Ursprungsgebiet ist das das Burgund. Dort gibt es eine kleine Gemeinde mit dem Namen Chardonnay, einer von Chardon (französisch Distel) abgeleiteten Ortsbezeichnung. Die Rebsorte ist eine natürliche Kreuzung von Pinot und der damals schon im Burgund verhandenen Sorte Heunisch.
Die besten Ergebnisse liefert der Chardonnay in kühleren Regionen. Durch den frühen Austrieb ist sie anfällig für Frühjahrsfröste. Dazu ist sie anfällig für Blattwelke, Flaschen Mehltau und Verrieseln. Im Burgund, hier besonders auf dem Grand-Cru-Lagen und den 1er-Cru-Lagen in Meursault liefert er seine tiefgründigste wie auch schönste Form.
Der Chardonnay ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Champagner-Cuvée. Im seltenen, reinsortigen Blanc de Blancs liefert er die qualitative Spitze.
Typisch für den Chardonnay sind die Aromen von Zitrus, frischen Apfel, Aprikose, Marille, Haselnuss und helle Blüten.
Das Terroir ist Kalkgestein, Muschelkalk, kalkhaltiger Lehm.
Das Reifepotential liegt bei 2-20 Jahren.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
La Louvière - Le Galant IPG Pays d'Oc Chardonnay 2018
TRILUNA I.G.T. Colline Pescaresi - Demeter

 

Clairette



Diese Rebsort gehört zu den ältesten in Südfrankreich. Vermutlich stammt sie aus Hérault.
Vermutungen sagen aus, dass sie schon vor 1490 im Midi angepflanzt wurde. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1575.
Der Name Clairette bedeutet „leichter Wein“. Allerdings sind die Weine aus dieser Traube nicht ganz so leicht wie der Name es vermuten lässt.
Am häufigsten kommt die Sorte in den französischen Regionen Provence, Languedoc und Rhône vor. Kleinere Anpflanzungen kommen noch in Russland, Australien und Italien vor.
Bei Clairette handelt es sich um eine sehr robuste und wuchskräftige Sorte. Da sie ein hartes Holz hat widersteht sie selbst starken Winden sogar ohne Drahtgerüst. Auf Grund der späten Reife benötigt sie einen Standort mit mildem Herbstklima. Sie ist anfällig für Milbenbefall und Traubenwicklern, dafür widerstandfähig gegen Echten Mehltau und Fäulnis.
An der Rhône und im Châteauneuf-du-Pape ist der Clairette ein Bestandteil der voluminösen und gehaltvollen weißen Châteauneuf-du-Pape.
Der Wein ist fruchtbetont mit Aromen von Zitrus und Apfel. Es sind leichte, rassige wie auch mittelgewichtige Weißweine.
Das Terroir sind kühle, trockene Kalkgesteinsböden.
Das Reifepotential liegt bei 1-2 Jahren.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Rhonéa Fontimple Bio AOC Vacqueyras Blanc, 2018
 

Grauburgunder



Der Grauburgunder, oder auch Grauer Burgunde, ist ein Synonym für die weiße, französische Rebsorte Pinot Gris. Die Mutation des Pinot Gris (Pinot Noir) fand vermutlich an verschiedenen Orten im Burgund statt. So etwa in Chassagne-Montrachet oder in Deutschland in Rheinhessen.
In der Vollreife wird die Beerenhaut rötlich bis rot und grau. Nicht selten gibt es auf einer Traube Schattierungen dieser Farben. Diese Tönungen gab ihm auch u.a. den Namen Grauburgunder (in Ungarn Grauer Mönch). In Deutschland trug er lange den Namen seines Entdecker Professor Ruland – Ruländer. Zu dieser Zeit wurde er bis zum Weinskandal noch mit einer gewissen Restsüße ausgebaut. Seitdem wird er trocken ausgebaut und er machte dem eigentlichen Namen Platz. 
Die früh austreibende und früh reifende Rebe ist anfällig für falschen Mehltau und Botrytis.
Aus dieser Traube entstehen unterschiedliche Weinstile. In Norditalien unter dem Namen Pinot Grigio sind sie eher leicht und zart fruchtig, in Baden als Grauburgunder und im Elsass als Pinot Gris ist er meist voluminös und komplex als Grauburgunder. Auch wird der Grauburgunder als Beeren- und Trockenbeerenauslese ausgebaut.
Die Anbauflächen betragen in Frankreich gut 2.617 Hektar, vorwiegend im Elsass. In Deutschland beträgt die Anbaufläche ca. 4.517 Hektar vor allem in Rheinhessen, Baden und der Pfalz mit steigender Tendenz. In Österreich sind es 222 Hektar bei abnehmender Tendenz. Italien hat eine Fläche von gut 17.281 Hektar, die sich vor allem auf den Norden beschränkt. Hier ist eine stark steigende Tendenz auszumachen. Weltweit belegt diese Traube den 19. Rang.
In Baden und dem gegenüberliegenden Rheinufer sowie im Elsass gehört der Grauburgunder zu den Hauptrebsorten. Dort bringt er sehr hochwertige Weine hervor, die zudem sehr komplex sind. Das liegt daran, dass er meistens komplett ausreifen darf. In Norditalien fallen diese Weine leichtgewichtiger sowie dezenter aus, da sie hier früher gelesen werden.
Typisch für den Grauburgunder ist der vollmundige Geschmack nach Pfirsich, Melone, Lindenblütenhonig und Zitrus sowie Haselnuss. Sie sind harmonisch und körperreich.
Das Terroir ist aus Vulkanstein sowie Lehm-Löss-Böden.
Das Reifepotential liegt bei zwei bis acht Jahren.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Rebenzeit Grauburgunder Spätlese Prädikatswein
 

Grenache blanc



Es handelt sich hierbei um eine Weißweinsorte, die hauptsächlich in Südfrankreich und in Nord- und Ostspanien, dort unter dem Namen Garnacha Blanc vorkommt.
In Süd-Frankreich, besonders im Roussillon, ist als Grenache blanc bis hoch zuj südlichen Rhônetal vertreten (mit insgesamt ca. 5.000 Hektar). Die Sorte ist auch im weißen Châteauneuf-du-Pape zugelassen. In Spanien wird sie vorwiegend als Garnacha Blanc im Nordosten in den DO-Bereichen Calatayud, Alealla, Navarra, Costers del Segre, Rioja, Priorato, Terra Alta und Tarragona angebaut. Im Jahr 2010 lag die Rebfläche bei ca. 2.260 Hektar bei deutlich abnehmender Tendenz.
Die Garnacha/Grenache-Rebe ist frühreifend und ist eine farbliche Mutation des Garnacha Tinta.
Die Rebsorte ist nicht so anfällig auf das Verrieseln wie sein roter Verwandter. Was die Sorte allerdings mit der Roten teilt ist die Anfälligkeit für Sauerfäule, Falschen Mehltau und Bakterienerkrankungen.
Im Zuge der vollständigen Ausreifung entwickelt sie relativ hohe Zucker- und Extraktwerte bei sehr mildem Säuregerüst. Auch hier ähnelt sie der roten Sorte. Die Rebe funktioniert sehr gut in trockenen Gebieten, da sie kaum unter Trockenstreß leidet.
Meist wird sie als Verschnitt mit Sorten wie dem Viognier ausgebaut.
Als sortenreiner Wein kann sich bei sorgfältigem Rebschnitt und gewissenhafter Kellerarbeit ein Ausbau in kleinen Eichenholzfässern (Barrique) lohnen.
Der Wein ist sehr fruchtig/würzig nach reifen grünen Früchten, frischen Kräutern und floralen Blütennoten. Er ist körperreich und extraktreich.
Das Torrior ist steinig, auf schottrigen Böden und Kalksteinböden.
Das Reifepotential liegt bei 2-5 Jahren. Bei aufgespriteten Weinen bis zu 20 Jahre (hierfür eignet sich die Traube sehr gut)

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Rhonéa Fontimple Bio AOC Vacqueyras Blanc, 2018


 

Malvasia




Diese Rebsorte ist in südlichen Ländern sehr verbreitet und gehört zur Rebsortenfamilie verschiedener Ror- und Weißweinsorten vorwiegend aus Portugal, Spanien, Italien, Slowenien und Kroatien.
Ihr Ursprung liegt meist in der griechischen Antike. Es wird vermutet, dass der ursprüngliche Name des Malvasia, Monemvasia, auf den Namen der griechischen Hafenstadt Monemvasia zurückführt.
Bekannt wurde die Rebsorte Malvasia in der Toskana. Hier gehörte er weit mehr als 100 Jahre zum Bestandteil der Chianti-Cuvée, wie es in der Chianti-Formel von Barone Betino Ricasoli zum Ende des 19. Jahrhunderts niedergeschrieben wurde. Das Ziel dieser Formel war, dass die rauhen und strengen Gerbstoffe des Sangiovese gemildert werden sollten. Seit 2006 ist es allerdings verboten, Weißweintrauben im Chianti zu verarbeiten.
Auf Mallorca hat die Sorte Malvasia eine große Bedeutung. Bis ins 19. Jahrhundert lieferte diese Traube einen süßen, aromatischen Dessertwein. Er war in den europäischen Königshöfen sehr beliebt und hatte dort den Beinamen „Wein der Könige“.
Heute wird Malvasia meist für die Erzeugung der Süßweinspezialität Vin Santo verwendet.
Die Sorte ist anfällig für Echten und Falschen Mehltau sowie für Sauer- und Graufäule.
Neben der Toskana findet man die Rebsorte noch in kleineren Mengen in Mittelitalien und Kroatien, wo er meist zu trockenen Weißweinen verarbeitet wird.
Der Geschmack des tieffarbenen Weißweins hat Aromen von hellen Blüten, Mandeln, Heu, Limetten und Birnen. Es ist ein sehr harmonischer Wein.
Das Reifepotential ist 1-3 Jahre. Er sollte jung getrunken werden.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
TRILUNA I.G.T. Colline Pescaresi - Demeter

 

Pecorino




Bei der Rebsorte Pecorino handelt es sich um eine sehr alte, autochthone italienische Weißweinsorte. Im 20. Jahrhundert ist sie fast in Vergessenheit geraten und nahezu ausgestorben. Im Jahr betrug die Anbaufläche ca. 1.114 Hektar. Das ist neunmal so viel wie im Jahr 2000.
In den 80er Jahren wurde sie nach dem Fund einiger Wildreben wieder kultiviert. Nun kommt sie zurück ins Rampenlicht. Heute wird sie vorwiegend in den Abruzzen, Ligurien, Marken, Latium, Toskana und etwas in Umbrien angebaut.
Die Sorte Pecorino ist frühreif und wuchsstark. Sie erbringt schwankende Erträge. Sie ist wiederstandfähig gegen beide Mehltauarten. 
Als DOC-Wein ist der Pecorino in Italien in Controguerra, Falerio die Colli Ascolani, Offida und Colli Maceratesi zugelassen. In der Appellation Offida ist sie reinsortig als DOC zugelassen.
Über die Herkunft des Namens ist nich viel bekannt. Es gibt hier nur Vermutungen. 
Pecorino bedeutet Schaf. Daher stammt auch die Bezeichnung des gleichnamigen Käses, der ursprünglich aus Schafmilch hergestellt wurde.
Die namentliche Verwandtschaft zum Käse könnte daher kommen, dass die Schafsherden mit den Trauben der Rebsorte gefüffert wurden.
Die Weine des Pecorino sind trocken und mineralisch, im Glas strohgelb mit floralem Bukett nach Jasmin und Akazienblüten sowie einer würzigen Note.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Rosarubra SHAMÀN PECORINO ABRUZZO DOC DENOMINAZIONE DI ORIGINE CONTROLLATA - Demeter


 

Perrum / Pedro Ximénez



Perrum ist der portugiesische Name in der Region Alentejo für die Rebsorte Pedro Ximénez.
Ihren Ursprung hat sie in Andalusien. Heute ist sie in Jerez, Malaga und Montilla-Moriles verbreitet.
Woher der Name stammt ist nicht ganz gesichert. Es gibt zwei Versionen. Zum einen könnte die Rebsorte nach dem Platz Jimenes in Sanlucar de Barrameda benannt worden sein oder nach dem regional bekannten Winzer Xinimez. Pedro Xinimez (Abkürzung PX) wurder erstmals im Jahr 1618 erwähnt. Es ist möglich, dass Perrum (Pedro Ximenez) aus einer Tafeltraube Namens Gibi entstanden ist. Der Ursprung dieser Traube wird in Arabien vermutet.
Die Trauben sind ungleichmäßig ausgebildet, woran man Perrum gut erkennt. Sie sind sehr empfindlich gegen Echten Mehltau und Schwarz- wie Sauerfäule. Ein Problem für diese Traube sind auch Pilzerkrankungen und das Absterben der Triebe. Weniger anfällig ist sie gegen Falschen Mehltau.
Meist wird die Traube zu aufgespriteten Weinen verarbeitet. Dies bevorzugt in der Region Montilla-Moriles. Man lässt die Trauben in der Sonne trocknen, um den Zuckergehalt und die Aromen zu verstärken. In der Region von Jerez werden auch aufgespritete Weine mit dieser Methode produziert. Der Most, der sehr süß ist, wird dann zum Süßen von Cream-Sherry genutzt.
Die besten Weine dieser Traube sind sehr hochwertig und lagerfähig über Jahrzehnte.
In Porugal stehen kleinere Flächen, wo er, wie schon erwähnt Perrum heißt. In Chile stehen ca. 3.000 Hektar PX. Daraus wird dort meist der Weinbrand Pisco produziert.
Der Wein ist harmonisch und körperreich nach getrockneten Früchten, Datteln, Feigen, Nüssen Rosinen und Honig.
Das Terroir ist aus Kalk-Kreide. Das Reifepotential liegt bei 3-15 Jahren.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Quinta do Paral Vinhas Velhas Branco 2017
 

Riesling



Die wohl hochwertigste und feinste Rebsorte der Welt. Sie stammt aus Deutschland, vermutlich dem Rheintal. Erstmals erwähnt wurde sie Mitte des 15. Jahrhunderts. Sie taucht in einem Dokument aus dem Jahr 1435 in Rüsselsheim bei Frankfurt ein Rechnungsposten mit dem Begriff „Rieslingsreben“ auf. In einem weiteren Dokument im Elsass aus dem Jahr 1348 wird ein „Rüsseling“ erwähnt. Allerdings ist unklar, ob hier der Riesling gemeint ist. 
Der deutsche Botaniker Hieronymus Bock schreibt im „Kreütter Buch“ in der Ausgabe von 1546 „Rissling wachsen an der Mosel/Rhein und in Wormbs“.
Ferner beanspruchen Winzer aus Österreich die Erstnennung des Rieslings, was allerdings nicht belegt ist. Dort gibt es einen im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnten Weinberg „Ritzling“.
In Deutschland ist der Riesling die am häufigsten angebaute Rebsorte mit ca. 22.580 Hektar (2010). Das macht ungefähr 44,7% der gesamten deutschen Rebflächen aus. Weltweit liegen die Rebflächen des Rieslings bei ca. 49.833 Hektar. Einen Drittel der deutschen Riesling-Rebflächen liegen an der Mosel. Dazu wird er im Rheingau und am Mittelrhein angebaut.
Die Stilvielfalt des Rieslings ist bei den Weinmachern sehr beliebt. Grund hierfür ist, dass die Traube so gut auf das Terroir anspricht. Besonders auf sonnenreiche Steilhänge aus Granit- und Schieferböden, und dass er vom zarten, verspielten trockenen Wein über voluminöse fruchtige Weine bis hin zu edelsüßen Weinen wie Auslesen oder sogar Trockenbeerenauslese alles bieten kann.
Der Riesling liebt kühle, sonnige Steillagen, wie man sie in Deutschland, Österreich und im Elsass findet. Durch das späte Austreiben entgeht er sehr oft den Spätfrösten. An kühlen Standorten sammelt er viele Aromastoffe und Mineralien aus dem Boden, wenn er lange ausreifen kann. So bringt er eine wahnsinnige Vielschichtigkeit und ein enormes Reichtum.
Nach vielen Versuchen findet man den Riesling heute auch in Australien und den kühlen Lagen von Oregon im Nordwesten von Nordamerika. 
Typisch für den Geschmack des Riesling ist der grüne Apfel, Zitrus, Aprikose/Marille, Pfirsich, Minze Petrol/Kerosin, kräuterwürzig, mineralisch, säurebetont, rassig und mittelgewichtig.
Das Terroir ist Schiefer und Granit.
Das Reifepotential liegt bei ein bis 25 Jahre.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Nikolaus Köwerich - Leiwener Laurentiuslay Riesling 2015
Nikolaus Köwerich - Für Träumer und Helden Riesling Spätlese 2017​
Tesch Riesling unplugged 2018​


 

Roussanne



Hierbei handelt es sich um eine eher seltene, französische Rebsorte. Sie wird hauptsächlich im Rhônetal, der Provence und im Savoie. Aber sie kommt auch im schweizer Rhonetal, in der Toskana (Provinz Lucca), Australien und Kalifornien vor. Der größte Bestand ist heute noch im Rhôntetal mit ca. 1.400 Hektar.
Sie ist eng verwandt mit der Sorte Marsanne. Sie wird mit ihr zusammen erstmals im Jahr 1781 als ein Bestandteil des weißen Hermitage-Weins erwähnt. Noch heute wird er selten reinsortig ausgebaut, sondern nach wie vor mit Marsanne cuvetiert. 
Der Name Roussane bezieht sich auf die Farbe der reifen, rostroten Trauben. 
Bei dieser weniger robusten Rebsorte muss sehr genau auf den Standort geachtet werden. Im Rhôntel ist es in der Regel eher windig. Daher muss er dort einen windgeschützten Standort haben. Anfällig ist die Sorte gegen Falschen Mehltau, Milben, Würmer und Sauerfäule.
Im Languedoc-Roussillon findet man den Roussanne. Er wird dort mit den Sorten Grenache Blanc, Vermentino und Bourboulenc verschnitten.
Roussanne ist eine sehr hochwertige Rebsorte und lässt sich bestens im Barrique ausbauen. Ein Beispiel ist hier das Château de Beaucastel im Châteauneuf-du-Pape.
Der Wein ist im Glas eher dunkelfarbig mit Noten von Honig, heller Blüte, Marille, Aprikosen und frischen, grünen Kräutern.
Das Terroir ist kalkhaltiger Ton und Granit. Das Reifepotential beträgt 2-6 Jahre.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Rhonéa Fontimple Bio AOC Vacqueyras Blanc, 2018

 

Sauvignon Blanc




Die Rebsorte Sauvignon Blanc erlangt zunehmend an Bedeutung. Inzwischen gehört sie zu den 20 meist angebauten Rebsorten weltweit. Nach dem Chardonnay ist sie die zweitwichtigste weiße Rebsorte. 2010 lag die Anbaufläche bei 111.138 Hektar. Das ist eine Steigerung der Fläche zum Jahr 2000 von cirka 70%.
In Frankreich gehört die Sorte zu den Cépage nobles. Dies ist die französische Bezeichnung für die edelsten Rebsorten der Welt.
Sauvignon Blanc stammt von der Loire, wo sie urkundlich erstmals 1534 erwähnt wird. Häufig wird der Ursprung im Bordeaux vermutet, wo sie aber erst zum Anfang des 18. Jahrhunderts auftaucht. Hier spielt die Sorte eine große Rolle in den trockenen Weißweinen aus Graves und Pessac-Léognan. Dazu ist sie für die edlen Süßweine aus Sauternes und Barsac ganz wichtig.
Ähnlichkeiten weißt der Sauvignon zu en Rebsorten Grüner Veltiner, Silvano, Savagnin und Verdelho auf. Die Rebe ist eine natürliche Kreuzung der Sorten Traminer und Chenin Blanc.
Der Sauvignon Blanc ist eine frühreife Sorte und bevorzugt daher warme Lagen sowie fruchtbare Böden. Sie ist anfällig für Flaschen Mehltau, Sauerfäule und Holzkrankheiten.
Im Geschmack ist der Wein rassig mit pikant-fruchtigem Aroma nach Holunder, grünen Äpfeln, Stachelbeere und Cassis. Er ist zartwürzig nach tropischen Früchten und mittelgewichtig.
Das Terroir ist Feuerstein und Kalkgestein.
Das Reifepotential ist 1-4 Jahre. Er sollte jung getrunken werden.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
TRILUNA I.G.T. Colline Pescaresi - Demeter


 

Verdelho




Verdelho ist eine autochthone, portugiesische Rebsorte, die mit den Sorten Gouveio und Verdello (Italien) identisch ist. Den Ursprung hat die Sorte sehr wahrscheinich auf Madeira. Hier kommt sie heute kaum noch vor und wird nur noch für den berühmten, aufgespriteten Süßwein von Madeira verwendet.
Die Rebstöcke des Verdelho ist anspruchsvoll bei der Auswahl der Böden und des Standortes hinsichtlich der Feuchtigkeit im Boden. Sie ist anfällig für Fäulniskrankheiten, Frost sowie dem Echten und Falschen Mehltau. Die Erträge sind eher niedrig.
Die Rebfläche in Portugal belegt heute ca. 2.400 Hektar. Weitere, kleine Bestände sind in Kalifornien und Argentinien bekannt. Die Australier haben inzwischen diese edle Traube auch entdeckt und kultivieren sie schon auf gut 2.000 Hektar, wo er trockene, körperreiche und fruchtbetonte Weine ergibt.
Der typische Geschmack des Verdelho ist nach tropischen Früchten wie Aprikose, Marille, Mango, Zitrus, Pfirsich und Melone. Die Weine sind frisch und fruchtig.
Das Terroir ist tiefe, feuchte Böden.
Das Reifepotential liegt bei 1-3 Jahren. Er sollte jung getrunken werden.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Quinta do Paral Branco 2017

 

Vermentino




Vermentino ist eine aus dem Mittelmeerraum stammende Rebsorte. Der Ursprung beziehungsweise die Herkunft ist nicht ganz bekannt. Es wird vermutet, dass der Ursprung in Italien liegt. Aber es gibt auch Thesen, dass sie von Madeira über Spanien auf die Insel Korsika kam. Dann soll sie im 14. Jahrhundert den Weg in die Italienische Region Ligurien genommen haben. Eine weiter These ist, dass sie im 13. Jahrhundert von Frankreich aus nach Korsika gekommen sei. All dies sind Legenden. Was sicher ist, dass die erste namentliche Erwähnung im Jahr 1658 in Montaldeo, einer Weinbauregion in Piemont stattfand. Auf Grund dessen, dass Vermentino identisch mit den Sorten Pigato in Ligurien und Favorita in Piemont ist, lässt viele darauf schließen, dass die Rebsorte aus Italien stammt.
Heute sind die größten Anbauflächen in Frankreich mit ca. 3.500 Hektar (vor allem Provance und Languedoc-Roussillon) und Italien mit ca. 5.000 Hektar (vor allem Apulien, Latium, Toskana, Sardinien und Umbrien). 
Je nach Region fallen die Weine sehr unterschiedlich aus.
Die Sorte Vermentino treibt früh aus und ist daher anfällig für Frühjahrsfröste. Hier kommt ihr die Nähe zum Meer wie in Ligurien zugute. Sie ist dazu anfällig für Bekreuzte Treubenwickler und Echten Mehltau.
Die Vermentino-Weine sind meist fruchtbetont mit Aromen von Pfirsich, Holunder, Stachelbeere und Zitrusfrüchte. Sie sind rassig, delikat und mittelgewichtig.
Das Reifepotential liegt bei 1-3 Jahren. Die Weine sollten jung getrunken werden.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Quinta do Paral Branco 2017
Quinta do Paral Colheita Seleccionado Branco 2017


 

Viognier



Viognier ist eine vorwiegend an der Rhône in Frankreich kultivierte Rebsorte. Es ist eine sehr interessante Weißweintraube. In Condrieu, der eigentlichen Heimat des Viognier, und in Château-Grillet ist es die einzig zugelassene Rebsorte. Die Erträge dieser Sorte ist eher schwach. Nach der Reblauskrise zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele der der schwer zu bearbeitenden Steillagen aufgelassen. Die Viognier-Traube verschwand fast. Seit der Renaissance der Rhône-Weine Mitte der 80er Jahre fand auch der Viognier wieder größere Beachtung. Im Jahr 2000 wurde wieder auf ca. 108 Hektar Viognier angebaut, nachdem sie damals auf nur noch 8 Hektar geschrumpft war. Allerdings ist dies nur die Hälfte der zugelassenen Fläche.
1781 wurde diese Sorte erstmals urkundlich erwähnt. Anfang 2004 ist bekannt geworden, dass die Sorte Viognier mit der italienischen Sorte Freisa verwandt ist. 
Der stramme Mistral an der Rhône macht den Reben größere Probleme. Daher werden für die Anpflanzungen geschützte Standorte bevorzugt. Der frühe Austrieb macht ihn anfällig für Frühjahrsfröste. Die dicke Beerenhaut schützt die Trauben gegen einige Arten des Fäulnis.
Bei der Lese muss auf den genauen Erntezeitpunkt geachtet werden, da im Zuge der Vollreife der Viognier ein beträchtliches Mostgewicht entwickelt und dies einen Abbau der Säure verursacht. Dies würde die Weine zu körperreich und alkoholisch machen. 
Die Rebsorte wird auch in Südfrankreich angebaut, wo die Weine allerdings weniger Finesse und Komplexität haben. An der Rhône sieht es hiermit sehr viel besser aus.
In Neuseeland, Australien, Kalifornien, Oregon, Texas, Virginia, Uruguay und Südafrika wird inzwischen auch der Viognier angebaut. Zum Teil entstehen auch hier bemerkenswerte Weine.
Die Weine sind in der Regel opulent und dicht mit Noten von Aprikose, Marille, Pfirsich, Orange, Mandarine und helle Blüten. Sie sind harmonisch mild und körperreich.
Das Terroir ist aus Granit und Gneis. Das Reifepotential liegt bei 2-5 Jahr.

Wein mit dieser Sorte auf unserer Seite:
Rhonéa Fontimple Bio AOC Vacqueyras Blanc, 2018
Quinta do Paral Branco 2017